Neue Geschäftsmodelle
in der Personalisierten Medizin

Mit dieser Delphi-Studie werden Potenziale dienstleistungsorientierter Geschäftsmodelle in der Personalisierten Medizin untersucht. Das Ziel ist es, neue Geschäftsmodelle für die Zukunft zu entwickeln.

Zielsetzung

Die Personalisierte Medizin gilt als eine der bedeutendsten Innovationen im Gesundheitsmarkt. Sie hat das Potenzial die Gesundheitsversorgung zu verbessern und gleichzeitig das Gesundheitssystem zu entlasten. Doch bisher fehlt es noch an Konzepten, wie Dienstleistungen und passende Geschäftsmodelle entwickelt werden können. Das Ziel ist es, einen Blick in die Zukunft zu wagen. Ansätze für Veränderungen von Geschäftsmodellen werden so aufgezeigt und Chancen genutzt.

Personalisierte Medizin

Personalisierte Medizin (auch als stratifizierte und stratifizierende Medizin bezeichnet) ist im Vergleich zur herkömmlichen Medizin dadurch gekennzeichnet, dass sie Individuen auf der Basis von Informationen bezüglich ihrer genetischen, molekularen oder zellulären Merkmale näher charakterisiert, die für einen Krankheitsverlauf und die Wirkung von Therapien ausschlaggebend sind. Dieses ermöglicht eine gezieltere Arzneimittel-forschung und -entwicklung, sowie präzisere Diagnosen zur Therapieentscheidung und Therapiebegleitung ( Eppinger, Almeyda, Braun, Kamprath, Wieck, Piatek, Marktanalyse der Personalisierten Medizin: Übersicht über Schlüsselakteure, Treiber, Potenziale und Barrieren für Unternehmen, 2011, 7 ).

Die Leitfragen der Studie

Unsere Leitfragen sind:

  • Wie verändern sich Geschäftsmodelle durch die Personalisierte Medizin?
  • Welche Auswirkungen hat Personalisierte Medizin auf Forschung und Entwicklung von neuen Produkten?
  • Welche neuen Partnerschaften können entstehen?

27. Mai 2012

Der Startschuss für das Projekt ist gefallen! Die Thesen werden zur Befragung vorbereitet.


23. August 2012

Die erste Befragungsrunde der Delphi-Studie ist gestartet.


18. Oktober 2012

Die erste Runde ist nun beendet. Die Daten werden ausgewertet.


29. Januar 2013

Die zweite Befragungsrunde der Delphi-Studie ist gestartet.


20. Februar 2013

Die Datenerhebung ist abgeschlossen. Nun werden alle Daten ausgewertet.


30. April 2013

Teilergebnisse werden heute auf dem Treffen des Lenkungsausschusses zu Dienstleistungspotentialen in der Personalisierten Medizin vorgestellt.


08. Mai 2013

Auf der re:publica 13 werfen wir einen Blick in die Zukunft der Personalisierten Medizin und stellen dabei Teilergebnisse der Studie vor. Mehr dazu unter http://13.re-publica.de/sessions/ein-blick-zukunft-personalisierten-medizin

Die Folien zum Vortrag sind hier zu finden, das Ergebnis der Live-Umfrage unter Teilnehmern ist hier sichtbar.

Zwischenergebnisse der ersten Runde

In der ersten Befragungsrunde wurden verschiedene Thesen durch die Experten bewertet. Hier sehen Sie einen kleinen Ausschnitt der Ergebnisse der ersten Runde.


Forschungslücke

Die Lücke zwischen der Forschung an Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen und der Anwendung in Unternehmen ist geschlossen.

In der ersten Befragungsrunde haben wir gefragt, ab welchem Zeitraum das Eintreffen der These für realistisch eingeschätzt wird. Die Einschätzungen waren sehr unterschiedlich. 26,09 Prozent gaben an, dass sie das Eintreffen der These ab 2015 für realistisch einschätzen. Ebenfalls 26,09 Prozent gaben an, ab 2020. 15,22 Prozent schätzen das Eintreffen der These ab 2025 als realistisch ein. 2,17 Prozent sagen, ab 2030 und 19,57 Prozent geben an, sie halten das Eintreffen der These für nicht realistisch und wählten die Antwortoption "Nie". 10,87 Prozent der Experten wählten die Kategorie "keine Antwort". Insgesamt haben in der ersten Runde 46 Experten abgestimmt.


Behandlungsleitlinien

Pharma- und Diagnostikunternehmen haben einen stärkeren Einfluss bei der Entwicklung von Behandlungsrichtlinien.

In der ersten Befragungsrunde haben wir gefragt, ab welchem Zeitraum das Eintreffen der These für realistisch eingeschätzt wird. Die Einschätzungen waren sehr unterschiedlich. 14,29 Prozent gaben an, dass sie das Eintreffen der These ab 2015 für realistisch einschätzen. 17,14 Prozent gaben an, ab 2020. 14,29 Prozent schätzen das Eintreffen der These ab 2025 als realistisch ein. 2,86 Prozent sagen, ab 2030 und 45,71 Prozent geben an, sie halten das Eintreffen der These für nicht realistisch und wählten die Antwortoption "Nie". 5,71 Prozent der Experten wählten die Kategorie "keine Antwort". Insgesamt haben in der ersten Runde 35 Experten abgestimmt.


Kosteneinsparung

Die Personalisierte Medizin hat zu erheblichen Einsparungen im Gesundheitswesen geführt.

In der ersten Befragungsrunde haben wir gefragt, ab welchem Zeitraum das Eintreffen der These für realistisch eingeschätzt wird. Die Einschätzungen waren sehr unterschiedlich. 2,94 Prozent gaben an, dass sie das Eintreffen der These ab 2015 für realistisch einschätzen. 20,59 Prozent gaben an, ab 2020. 8,82 Prozent schätzen das Eintreffen der These ab 2025 als realistisch ein. 17,65 Prozent sagen, ab 2030 und 50,00 Prozent geben an, sie halten das Eintreffen der These für nicht realistisch und wählten die Antwortoption "Nie". Keiner der Experten wählte die Kategorie "keine Antwort". Insgesamt haben in der ersten Runde 34 Experten abgestimmt.

Die Delphi-Methode

Die Delphi- Methode wird zur Befragung von Experten über mehrere Runden eingesetzt. Sie dient der Gruppenkommunikation sowie der Beurteilung inhaltlicher Fragestellungen durch Experten. Durch den Einsatz mehrerer Befragungsrunden kann das abgefragte Wissen der gesamten Gruppe dargestellt und die Validität der Ergebnisse erhöht werden.

Einsatz der Delphi-Methode

In der Zukunftsforschung wird die Delphi- Methode zur Ideensammlung, zur Bestimmung von Expertenmeinungen über zukünftige Entwicklungen und zur Konsensbildung verwendet. Diese Studie setzt die Delphi-Methode mittels einer Online-Datenerhebung zur Ermittlung von Expertenmeinungen zu neuen Potenzialen, die sich durch die Personalisierte Medizin eingeleiteten Wandel ergeben.

Beteiligte Experten

An der Studie sind Experten beteiligt, die sich:

  • in Forschung,
  • in Unternehmen,
  • in der Patientenversorgung,
  • in Politik
  • und Verbänden

mit Personalisierter Medizin beschäftigen.

Ablauf der Forschungsarbeit

Die Forschungsarbeit hat bereits im Mai 2012 begonnen. Zunächst wurde auf der Grundlage durchgeführter Experteninterviews und Marktanalysen der Universität Potsdam Thesen für die Delphi-Studie entwickelt. Ab August 2012 erfolgt die Durchführung der Delphi-Studie. Im Januar 2013 wird die zweite Runde der Befragung durchgeführt und aktuell werden die Daten ausgewertet.

Umgang mit erhobenen Daten

Ein vertrauensvoller Umgang mit den erhobenen Daten ist uns sehr wichtig. Deshalb werden die Daten anonymisiert erhoben, eine Rückverfolgung ist nicht möglich. Die Aussagen aller teilnehmenden Experten werden vertraulich behandelt. Originalzitate werden ohne Verfasser genannt und sensible Daten ohne die Möglichkeit des Rückschlusses auf Verfasser oder Institution verwendet.

Projekt „Dienstleistungspotenziale in der Personalisierten Medizin“

Diese Studie ist Teil des Verbundforschungsprojektes „Dienstleistungspotenziale in der Personalisierten Medizin“ der Universität Potsdam. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert das Verbundvorhaben im Rahmen des Programms „Innovationen mit Dienstleistungen“. Mehr Informationen zum Gesamtprojekt finden sie auf der Projektwebseite.

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Heute die Zukunft bauen

"Die eine Generation baut die Straße, auf der die nächste fährt."

Aus China

Nicole Ambacher

Nicole Ambacher hat Pflegepädagogik und Zukunftsforschung studiert. In diesem Projekt ist sie für die methodische Konzeption und Umsetzung der Studie verantwortlich. Durch ihr Interesse an Veränderungen und zukünftigen Chancen ist sie zur Zukunftsforschung gekommen. Besonderes Interesse hat sie an der Mitgestaltung der Zukunft im Gesundheitswesen.

Daniel Knapp

Daniel Knapp ist Diplom-Ingenieur der Informatik und ist im Gesundheitswesen tätig. Er ist im Team für die methodische Konzeption und die technische Umsetzung verantwortlich. Sein Schwerpunkt ist die Telemedizin und er interessiert sich für die Möglichkeiten der Informationstechnologie zur Indivídualisierung von Gesundheitsprogrammen.

Kontakt

Verantwortlich für die Durchführung der Studie sind Nicole Ambacher und Daniel Knapp unter der Leitung von Prof. Dr. Dana Mietzner. Wenn Sie Fragen oder Anmerkungen zur Studie oder dieser Webseite haben, können Sie uns gerne kontaktieren.

Delphi-Studie „Neue Geschäftsmodelle in der Personalisierten Medizin“
Technische Hochschule Wildau
Bahnhofstraße
15745 Wildau
info@medizinbefragung.de

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